Amaru Tierhilfe
Alexander Becker 1.Vorsitzender
Friedhofstr. 24
59609 Anröchte
Amaru Tierhilfe e.V.
Über uns
Wir, die Amaru Tierhilfe e. V., sind ein als gemeinnützig anerkannter Tierschutzverein. Es fing mit der Rettung eines kleinen Welpen in unserem ersten gemeinsamen Urlaub 2016 in Rumänien an. Auf der Straße in der Nähe von Amaru (übersetzt: Bitter) haben wir zwei Welpen gesehen, die an der Straße umgelaufen sind. Wir haben sofort gestoppt und die Warnlichter eingeschaltet. Emilia stieg aus und ging zu dem Welpen am rechten Straßenrand. Als ich auch ausgestiegen bin, kam ein Kleintransporter näher. Er gab Gas und überfuhr dabei die Schwester von Amaru. Ich war fassungslos und schockiert. Ich konnte kaum glauben, was ich da gerade erlebt hatte. So erhielt der Welpe den Namen Amaru und ist inzwischen ein anhänglicher, treuer Wegbegleiter der Familie.
Was uns zunächst als gewöhnliches menschliches Handeln erschien, hat sich nunmehr, nach neun Jahren, zu einer regelrechten Berufung für uns entwickelt.
Um eine Herberge für vernachlässigte und verletzte Tiere jeder Art und Rasse in Rumänien aufzubauen, haben meine Ehefrau, Emilia-Elena Becker, und ich, Alexander Eberhard Becker, unser konventionelles, komfortables Leben in Deutschland absichtlich aufgegeben.
Zur Verwirklichung dieses Ziels setzten wir unsere gesamten privaten finanziellen Mittel ein und gründeten den Verein Amaru Tierhilfe e. V. Wir retten Tiere von der Straße, aus Tötungsstationen, aus nicht artgerechter Haltung sowie aus jedweder sonstigen Zwangslage.
Wir übernehmen die vollständige Versorgung aller von uns geretteten Tiere sowie sämtliche weiteren für den Verein anfallenden Aufgaben in Eigenregie. Somit können wir gewährleisten, dass keinerlei Spendengelder für unangemessene Verwaltungs- oder Personalkosten verwendet werden.
Die Spenden gelangen unmittelbar dorthin, wo sie benötigt werden, nämlich zum Tierschutz. Auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern haben wir inzwischen mehr als 150 Hunde, über 30 Katzen, Katzenwelpen, ein vietnamesisches Hängebauchschwein sowie zwei Arbeitspferde (Kaltblüter) und weitere Tiere in unsere Obhut genommen.
Beinahe täglich werden weitere verletzte und ausgesetzte Tiere aufgefunden. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Tierschutzorganisationen, die sich vornehmlich auf die Rettung junger, heller und leicht zu vermittelnder Hunde konzentrieren, nehmen wir in unserem Tierheim auch große, alte, schwarze und behinderte Hunde auf.
Es ist unser Bestreben, die Tiere aus ihren prekären Lebensumständen zu befreien, ihnen Beistand zu leisten und ihnen zu vermitteln, dass es durchaus noch wohlwollende und mitfühlende Menschen gibt, die ihnen kein Leid zufügen werden. Nach erfolgter Rehabilitation und Sozialisierung der Tiere erfolgt deren Vermittlung an neue Familien in Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern.
Die Amaru Tierhilfe e. V. finanziert sich vornehmlich durch Schutzgebühren für vermittelte Tiere sowie durch Spenden. Bedauerlicherweise erweisen sich diese Einkünfte als unzureichend, um die Futter-, Veterinär- und Unterbringungskosten fortlaufend zu gewährleisten. Ebenso haben wir viele tierärztliche Behandlungen, Operationen, Kastrationsprojekte, Amputationen und Medikamente sowie Hilfsmittel wie Hunderollstühle zu bezahlen. Zäune, Überdachungen und selbst gebaute Hundehütten, Kameraüberwachung etc. – das alles hat sehr viel Geld gekostet.
Aktuell haben wir 12 behinderte Rollstuhl-Hunde bei uns mit aufgenommen, die ohne unsere Hilfe euthanisiert worden wären, da sie niemand bei sich aufnehmen wollte. Jeder dieser behinderten Hunde hat von uns einen maßangefertigten Rollstuhl bekommen, damit er wieder Freude am Leben haben und auch wieder daran teilhaben kann.
Wir, die Amaru Tierhilfe e. V., würden gerne noch viel mehr Tiere retten und ihnen helfen. Aber bedauerlicherweise schaffen wir das nicht mehr alleine, da nahezu alle verfügbaren Mittel aufgebraucht sind. Obwohl wir finanziell und platzmäßig schon weit unsere Grenzen überschritten haben, lassen wir auch weiterhin niemals ein Tier im Stich.
Mittlerweile haben wir sogar schon unser großes Wohnzimmer zu einer Krankenstation für Tiere umgewandelt, nachdem wir zuvor unsere Möbel von dort entfernt hatten. Wir lassen uns von den zahlreichen Anfeindungen nicht aufhalten. Tierfeindliche Nachbarn und Dorfbewohner versuchen, uns Steine in den Weg zu legen. Sie zerstechen unsere Reifen. Sie beschädigen unsere Fahrzeuge. Sie versuchen, unsere Tiere zu vergiften. Sie legen Feuer. Aber wir setzen unser Engagement unbeirrt fort. Zum Wohle der Tiere, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.
Aber um weitermachen zu können, benötigen wir nun auch selbst Hilfe. Aktuell klagen Nachbarn und andere Dorfbewohner gerichtlich gegen uns und möchten eine Räumungsklage erwirken, weil sie sich angeblich durch die vielen Tiere gestört fühlen. Und das in einem kleinen, landwirtschaftlich geprägten Dorf.
Unser lieber, freilaufender Hund Bruno (der keiner Fliege etwas zu Leide getan hat) wurde von einem Nachbarn erschlagen und vier Hunde wurden bereits von diesen regelrechten Hetzkampagnen vergiftet. Wir benötigen dringend Spenden, um Futter kaufen zu können und um die medizinische Versorgung unserer Tiere bezahlen zu können. All das kostet.
Alleine schaffen wir das nicht mehr länger. Bitte helft uns und unseren Tieren und spendet: Jeder einzelne Euro zählt.
Wer gerne wissen möchte, wo und wie die Spenden verwendet werden, der kann uns gerne in Rumänien besuchen und sich ein persönliches Bild von unserer Tierschutzorganisation und unserer gemeinnützigen Arbeit vor Ort machen. Besucher und Helfer sind jederzeit herzlich bei uns willkommen.